Aufbau Tag 2
Richtig schnell standen gestern die ersten beiden Stockwerke. Unsere Haas -”Männer” arbeiteten bis in die Dunkelheit um den 2ten Stock fertig zu bekommen. Damit unser Häuschen auch ein richtiges Haus wird, wurde heute das Binderdach gesetzt. Dadurch das unser Haus im OG keine tragenden Wände hat, mussten die Dachlasten über die Aussenwände abgetragen werden, und so konnte kein normales Satteldach zum aufliegen kommen. Bis zum wiederum späten Abend war der Dachstuhl so weit fertig, das es Aufgrund der Unterspannbahn zumindest schon mal nicht mehr reinregnen konnte. Unser Fertighaus wird so langsam ..:
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Unser Haas Fertighaus wird gestellt…
Um 6:00 Uhr ging es los, der 150to Kran kam und ab 7:00 sind die ersten Mauernteile über das Vorderhaus gehoben worden und , nach ca. 5 Stunden war das Erdgeschoß incl. aller Raumwände fertig. Anschließend wurde die Zwischendecke verlegt, während ein lokaler Gerüstbauer das entstehenden Haus komplett eingerüstet hat. Bis zum Abend sind dann auch alle Wände im Obergeschoß gestellt gewesen. Alles ging reibungslos, durch die großen Wege welche mit dem Kran überbrückt werden mussten, dauerte der Aufbau ein wenig länger als bei anderen Häusern vergleichbarer Größe. Wir hatten für diese Jahreszeit die optimalsten Wetterbedingungen. Hatte der Sonntag uns noch mit Sturm und Dauerregen bedacht, so war es heute den ganzen Tag windstill und trocken.
Anbei ein Schnelldurchlauf des ersten Tages:
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Massivbau oder Fertigbau?
Massivbau oder Fertigbau? Diese Frage ist für uns noch nicht wirklich geklärt. Rein aus dem Bauchgefühl heraus ist für mich ein Massivhaus, wie der Name schon sagt einfach das “stabilere”, das Wertbeständigere, so wie schon im Mittelalter gebaut wurde und heute teilweise immer noch stehen. Aber eine so wichtige Entscheidungaus dem Bauch treffen? Nein – allso ran an die Fakten:
Vorteile Fertigbau:
- mehr Wohnfläche bei gleicher Grundfläche durch schmaleren Wandaufbau bei gleichen Dämmwerten
- ein Holzständer Haus ist durch den Wandaufbau leichter zum Passivhaus oder Niedrigenergiehaus ausbaubar.
- der Status eines Niedrigenergiehauses ist leichter erreichbar (= KfW-Förderung)
- ökologische Bauweise
- kurze Bauzeit (Aufbau)
- geringere Witterungsbeeinflussung beim Bau des Hauses durch kürzere Aufbauzeit- Regen, Kälte oder Schnee kann somit die Bausubstanz nicht schädigen.
- günstigerer Preis bei Passiv- oder Niedrigenergiehäuser
- ausgefeilte Technologie mit industrieller Fertigung unter kontrollierten Bedingungen mit gut reproduzierbarer Qualität.
- Qualität des Hauses kann meist schon vorher festgestellt werden
- einfache Montage für Einrichtungsgegenstände die an den Wänden befestigt werden, oder verdeckte Verlegung von Kabeln, Montage von Steckdosen.
Nachteile Fertigbau:
- Kaum Wärmespeicherfähigkeit der Wände (gleichzeitig auch als Vorteil im Sommer)
- geringerer Werterhalt
- Trockenere Raumluft
Vorteile Massivbau:
- längere Lebenserwartung des Hauses
- wertbeständiger, dadurch höherer Wiederverkaufswert
- Ausnutzung der Wärmespeicherfähigkeit von Steinen
- angeblich besseres Raumklima (??? wirklich??)
Nachteile Massivbau:
- erhöhtes Risiko während der Bauzeit das Bauträger insolvent wird
- möglicherweise erhöhtes Risiko für Baumängel durch mehrere Bautrupps und Handarbeit
- Witterungsabhängig
- Bau muss trocknen
Streif erster Bauvorschlag 2
Nachdem der erste Termin mit der Streif-vertriebsdame-architektin aufgrund gesundheitlicher Probleme 3 Stunden vor dem Termin von Ihr abgesagt wurde warten wir nun auf einen alternativen Terminvorschlag. Auf eine Rückfrage erhielten wir die Auskunft das sie sich noch nicht besser fühle und uns einen Vorschlag übersendet. Das war vor 3 Wochen. Nach erneuter Rückfrage vor 1 Woche haben wir nun einen neuen Termin für heute und bei Ihr zu Hause bekommen.
Als wir an Ihrem Wohnsitz, einem altem Fachwerkhaus, ankamen, wurden wir freundlich mit Kaffee und Tee begrüßt. Recht rasch, nach nur ca. einer halben Stunde Smalltalk präsentierte Sie uns die Vorschläge und Ideen anhand von selbst skizzierten und Handgemalten Grundrissen. Die Grundrisse waren gut durchdacht, und wirklich auf uns zugeschnitten. Wir waren begeistert! Klasse so könnten wir uns das vorstellen! Bis uns auffiel, das wir über einen kleinen Punkt wie über Preise noch gar nicht gesprochen hatten, legte die Dame uns auch schon einen Werksvertrag hin.
Auf unsere zur Sprache gebrachten Überraschung ob der Vorgehensweise, meinte Sie, das wäre notwendig da Sie uns die Skizzen des Entwurfes sonst nicht mitgeben könnte. Für den Fall das wir später doch nicht mit Streif bauen wollten könnten wir ja in den nächsten 2 Wochen den Werkvertrag wieder kündigen. WOW! Das war schnell…!
Als wir den Preis vorsichtig, ja fast zaghaft ansprachen, zückte Sie den Taschenrechner und schrieb dann eine Summe in den Vertrag. WOW… so schnell kann ein Haus berechnet werden.
Aber so schnell waren wir einfach nicht, ohne den genauen Preis zu kennen, einen Bauvertrag zu unterschreiben, nur um die Skizzen des Entwurfes mit nehmen zu können? Als wir zum Entschluss kamen den Vertrag nicht gleich zu unterschreiben, nein eigentlich kam es uns nie in den Sinn beim zweiten Treffen einen Bauvertrag zu unterzeichnen, baten wir um Bedenkzeit und um Entscheidungsaufschub. Die Dame zeigte “vollstes” Verständnis, meinte aber wir sollten nicht so lange warten, da nächste Woche eine Preiserhöhung ansteht und dann das Haus Ca. 10% teurer wird….
So schön der Entwurf doch war, so sehr wir uns wünschen schnell zu bauen, das war uns einfach zu schnell. Wir versprachen der Dame das wir uns das noch mal überlegen, und uns gegebenenfalls dann bei ihr melden. Steht die Streif GmbH so unter Druck, das solche Vertriebsmethoden angewandt werden müssen? Oder nur ein Einzelfall einer einzelnen Verkäuferin?
Hausbau Kataloge und Broschüren
Warum sind die Hausbaukataloge und Broschüren fast immer ohne Preisbeispiele?
In einer ersten Orientierungsphase orientiere ich mich neben Geschmacksfragen wie Erker, 3ter Giebel, nur aus Glas, etc. doch auch am Preis. In der Regel hat man ja sein ungefähres Budget für den Hausbau schon zusammengestellt, und möchte wissen welcher Hersteller, welches Haus passt in diesen Rahmen. Doch die Hersteller, bis auf wenige Ausnahmen wie beispielsweise Bien Zenker, veröffentlichen ihre Grundpreise nicht. Erst auf gezielte Nachfrage bekommt man meist eine lapidaren Preisrahmen gennant, und bei manchen Herstellern auch nur wenn man ein Angebot anfordert. Schade eigentlich, da beschleicht mich immer der Eindruck die wollen mir etwas verheimlichen, sich nicht in die Karten schauen lassen. Derweil soll diese erste ungefähre Preisinformation ja nur zur Orientierung dienen, und somit nicht nur uns als Bauherren, sondern auch den Unternehmen selbst Zeit und Kosten durch z.B. Vermeidung von unnötigen Angebotsanforderungen, etc einsparen. Vielleicht kann mir jemand die Marketing und Verkaufsstrategie dahinter erklären, ich als Verbraucher verstehe sie nicht.